NOTIZ ÜBER
DIE MASSNAHMEN GEGEN DIE VOGELGRIPPE
-------18.01.2006-------
Unsere diplomatischen Vertretungen im Ausland vermitteln den
Behörden und Institutionen des Gastgeberlandes stetig Kenntnisse
in Bezug auf die Vogelgrippe.
Die internationalen Organisationen wie WHO, FAO und OIE haben
die Entwicklungen näher beobachten können, indem sie
ihre Vertreter in unser Land schickten und diese mit unseren
Behörden Kontakt aufnahmen.
Herr Dr. David Nabarro, der Oberkoordinator der Uno für
Vogel- und Menschengrippe, hat am 11. Januar 2006 bei einer
Rede im Pressezentrum der Uno in New York vom Ausbruch der Vogelgrippe
in der Türkei und von den eingeleiteten Massnahmen der
Türkischen Behörden gesprochen. In diesem Sinne deutete
er darauf hin, dass die Türkische Regierung in ausgezeichneter
Weise auf die Fälle reagiert und angesichts der Menschengesundheit
alle Kontrollmassnahmen getroffen habe. Er fügte noch hinzu,
dass die Vogelgrippefälle in der Türkei mehr auf eine
Tierseuche hinweisen als auf eine Seuche für die Menschen.
Er erklärte, dass das grösste Problem seitens der
Türkei daran liegt, die Geflügeltiere zu töten
und die ergreifenden Massnahmen im Bereich der menschlichen
Gesundheit weiterzuführen und betonte noch, dass WHO keinen
Grund dafür sieht, ein Reiseverbot in die Türkei als
eine Massnahme zu erlassen. Diesbezüglich hat das Türkische
Aussenministerium schon eine Pressemitteilung gemacht.
Ebenso hat Herr Marc Danzon, der WHO-Direktor für Europa,
hat sich in einer Erklärung geäussert. Er und sein
Team seien zufrieden sowohl mit der Art von eingeleiteten Massnahmen
der Türkischen Regierung als auch mit den Möglichkeiten
für sie, frei und mit Transparenz vorzugehen. Die andauernde
Überwachung und die lückenlose Fortsetzung der Kontrollmassnahmen
seien von grosser Bedeutung, damit sich in der zwischen Europa
und Asien liegenden Türkei ausgebrochene Vogelgrippe nicht
in dieser beiden Richtungen ausbreitet, sagte Herr Danzon.
Bei der am 12. Januar 2006 in Luxembourg veranstalteten Versammlung
der Europäischen Kommission für Sicherstellung der
Gesundheit gab es unserer Delegation die Möglichkeit, unsere
Gesprächspartner aus der EU in ausführlicher Art und
Weise über die Entwicklungen in unserem Land zu informieren.
Auch konnten sie im Bereich der möglichen Zusatzmassnahmen
Gedankenaustausche machen. Die Vertreter der EU-Mitgliedsländer
halten jedoch die getroffenen Massnahmen bei der Bekämpfung
mit der Vogelgrippe in der Türkei für genügend.
Sie teilten mit, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der Türkei
und der EU und anderer internationalen Organisationen im Gange
sei.
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Sowohl WHO als auch andere internationale Gesundheitsorganisationen
haben mitgeteilt, dass es für die Reisen in die infizierten
Gegende keine Einschränkung gibt. Sie haben alleine davor
gewarnt, von den Geflügeltierställen- und märkten
fern zu bleiben. So soll man das Fleisch von Geflügeltieren
sowie die Eier nur nach ganz gutem Kochen konsumieren. Einige
Länder haben in ihren Reisemitteilungen, orientiert nach
Türkei, nur vor dem Kontakt mit den Geflügeltieren
gewarnt. Bis heute wurde von keinem Land weder ein Beschluss
noch ein Indiz betreffend der Reisebeschränkung in die
Türkei bekanntgegeben. Die erforderlichen Massnahmen setzen
in der Zusammenarbeit mit den internationalen Organisationen
fort.